1993. Videoskulptur. 3 Monitore, 3 Videoplayer, 3 Sockel, je 170 cm x 40 cm x 40 cm

 

Auf drei weißen Sockeln steht jeweils ein kleiner Monitor. Ein weißer, runder Gegenstand am oberen Bildrand erscheint. Das als Ei zu identifizierende Weiß wird von rot geschminkten, verschmierten Lippen gehalten. Im kontinuierlichen Ablauf und begleitet von Würge‑, Stöhn‑ und Schmatzgeräuschen wird das Ei drei Minuten lang in unterschiedlichen Rhythmen aus der Körperöffnung heraus gepresst und wieder eingesaugt.



1993. Videoskulptur. 3 Monitore, 3 Videoplayer, 3 Sockel, je 170 cm x 40 cm x 40 cm

 

Auf drei weißen, Personen hohen Sockeln steht jeweils ein kleiner Monitor der an einen Videoplayer im Innern des Sockels angeschlossen ist.Die synchron gestarteten Tapes beginnen mit einem versetzten Seufzen einer Frauenstimme im Schwarz.

Alsbald erscheint ein weißer, runder Gegenstand am oberen Bildrand, der langsam immer weiter in die Bildfläche geschoben wird.Das nun als Ei zu identifizierende Weiß wird von rot geschminkten, verschmierten Lippen gehalten. Im kontinuierlichen Ablauf und begleitet von Würge‑, Stöhn‑ und Schmatzgeräuschen wird das Ei drei Minuten lang in unterschiedlichen Rhythmen aus der Körperöffnung heraus gepresst und wieder eingesaugt. Nach einem letzten heftigen Bemühen fallen in den beiden äußeren Monitoren die Eier aus den offenen Mündern nach unten ‑ quasi dem Betrachter entgegen ‑ die Lippen verschwinden nach oben.

In dem mittleren Monitor aber verwandelt sich das etwa zur gleichen Zeit gelöste Ei beim Fallen in ein selbständiges Etwas. Per Computeranimation verformt es sich zu einem amorphen Gegenstand, der am unteren Bildschirmrand aufprallend zerfließt, sich dann zur Eiform wieder zusammenfindet, um schließlich im offenen Mund eines Mannes zu landen.