1993. Rauminstallation. Villa Streccius, Landau. 8 Farbfotos, je 70x50cm, Holzbalken, Keramikbadewanne, Himbeergötterspeise, Acrylglas, Kronleuchter

 

 


In der Mitte eines ovalen Raumes steht eine Keramikbadewanne, die mit einer Glasplatte abgedeckt und mit krapplackroter Himbeergötterspeise gefüllt ist.
An die Außenwände schmiegen sich Farbfotos mit Aufnahmen von Schimmelkulturen an. Sie nehmen in ihrer bunten, schwellenden Pracht Bezug auf die barockisierenden Elemente der Architektur.

1993. Rauminstallation. Villa Streccius, Landau. 8 Farbfotos, je 70x50cm, Holzbalken, Keramikbadewanne, Himbeergötterspeise, Acrylglas, Kronleuchter



An das Foyer der Gründerzeitvilla Villa Streccius schließt sich in der 'bel etage' ein ovaler Raum an, der schon beim Heraufsteigen der Treppe eingesehen werden kann.
In der Mitte des Raumes steht in Längsrichtung auf grobe Holzbalken aufgebockt eine alte Keramikbadewanne. Sie ist gefüllt mit krapplackroter Himbeergötterspeise.
Eine Acrylglaspiatte deckt die Wanne ab, so dass die verlockende Masse im Innern nur gesehen, aber nicht berührt werden kann. Die Platte steht ca. 70 cm an den Rändern über und ist an den Maßen des Raumes orientiert. Sie formt zusammen mit der Wanne eine Art Tisch, über dem ein schwerer Kristallleuchter aufgehängt ist, der sich im Glas spiegelt.

Entlang der Außenwände, die von Fenster und Türöffnungen unterbrochen sind, sind Farbfotos angebracht, die sich direkt an die gebogenen Wandstücke anschmiegen. Die Strukturen der darauf zu erahnenden Motive und Landschaften - es sind Aufnahmen von auf Götterspeise gewachsenen Schimmelkulturen - nehmen in ihrer bunten, schwellenden Pracht Bezug auf die barockisierenden Elemente der Architektur. Auch sie spiegeln sich im Glas in der Mitte und werden somit gleichsam auf den roten Gelee im der Wanne projiziert.