2013/14 Lichtkunstprojekt am Niedersächsischen Landesmuseum. Geschlossener Wettbewerb. Konzipiert, betreut und kuratiert von Christine Biehler.

Realisiert wurde: Daniel Hausigs "Farbdepesche" (Siehe Bild, Fotocredit: Daniel Hausig)

 

Hauslicht ist ein temporäres Lichtkunstprojekt zeitgenössischer Kunst im und am Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover. Hauslicht ist der inszenierte Auftakt zur Niedersächsischen Landesausstellung 2014 in Hannover: Das Museum leuchtet, die Ausstellung wirft ihre Schatten voraus.

Beirat:
Katja Lembke (Direktorin des Landesmuseums)

Christine Biehler (Künstlerin und Kunstvermittlerin, Kuratorin von „Hauslicht“)

Robert Simon (Sammler und Galerist, Projektentwickler Ausstellungen im öffentlichen Raum, Gründer des Kunstmuseums Celle mit Sammlungsschwerpunkt Lichtkunst)

Bettina Pelz (2002 - 2013 Kuratorin von Lichtrouten - Internationales Forum für Licht in Kunst und Design in Lüdenscheid GLOW - Internationales Forum für Licht in Kunst und Architektur in Eindhoven)

Peter Friese (Kurator Museum Weserburg, Bremen)

2013/14 Lichtkunstprojekt am Niedersächsischen Landesmuseum. Geschlossener Wettbewerb. Konzipiert, betreut und kuratiert von Christine Biehler.

Realisiert wurde: Daniel Hausigs "Farbdepesche" (Siehe Bild, Fotocredit: Daniel Hausig)

 

Zeitgenössische Kunst im Rahmen der Niedersächsischen Landesausstellung 2014 Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714 – 1837

Wie kaum ein anderes Medium hat das elektrische Licht unseren Lebensraum revolutioniert und demokratisiert: Wir wohnen in Städten und Gärten des Lichts. Seit fast 100 Jahren setzen sich damit Künstlerinnen und Künstler in ihren Arbeiten im Einsatz von Glühbirnen, Leuchtstoffröhren, glimmenden LEDs oder leistungsstarken Scheinwerfern auseinander. Sie schaffen autonome, leuchtende Objekte und Räume oder illuminieren Landschaften und Architektur.

Auch das Landesmuseum nutzt 2014 die Chancen des immateriellen Mediums und beauftragt Künstler sich mit der Architektur des Hauses und dem kommenden Ausstellungsthema Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714 – 1837 zeitgenössisch und mit Einsatz von künstlichem Licht auseinander zusetzen.

Das Landesmuseum ist ein traditionsreiches Haus mit einem Programm, das seinen Ausgangspunkt in der Geschichte, in der Archäologie oder Kulturhistorie nimmt und von dort aus den Bogen in die Gegenwart spannt. Über die „Kunst am Bau“ - Inszenierung von „Hauslicht“ wird diese Zuwendung zur Gegenwart, zum einen durch den Einsatz des Werkstoffes Kunstlicht, zum anderen durch die Aktualisierung des Themas nochmals markiert.

So wirft die Niedersächsische Landesausstellung mit „Hauslicht“ seine Schatten voraus: An der Fassade des Museums wird noch vor Ausstellungsbeginn der Themenkomplex des intensiven Austauschs zwischen Hannover und London im wahrsten Sinne des Wortes in seinen Facetten beleuchtet.

Um die Idee der Kulturbegegnung, wie sie bereits vor zwei, drei Jahrhunderten stattfand, zu unterstreichen, werden in einem beschränkt ausgeschriebenen Ideenwettbewerb Künstler aus Deutschland und England angesprochen orts- und inhaltsbezogen ein Werk zu entwickeln.

Christine Biehler war es bei der Auswahl der Künstler und des Werkes wichtig, dass im Unterschied zum Lichtdesign, zu Illuminationen von Architektur, wie man sie etwa jährlich beim Festival of Lights in Berlin findet, oder zu dem Einsatz von Lichteffekten in der Werbung, es nicht um ein Spektakel oder eine witzige Oberflächengestaltung geht, sondern um eine Inszenierung, die neben dem Faszination des Mediums auch sperrig sein kann und Fragen aufwirft.